Angebotssorgen lassen Zuckerpreise auf höchsten Stand seit Mitte März steigen

News Marktkommentar

Marktkommentar: 7. Oktober 2019

Die internationalen Zuckerpreise ist auf den höchsten Stand seit Mitte März gestiegen, nachdem Green Pool am Mittwoch seine Prognose für ein Defizit an Zucker auf dem Weltmarkt im Erntejahr 2019/20 von -3,8 Millionen Tonnen auf -5,3 Millionen Tonen hochgesetzt hatte. Die Aussicht auf ein Angebotsdefizit ließ die Zuckerpreise am Weltmarkt in die Höhe schnellen.   

Die Zuckerpreise waren bereits auf dem Weg nach oben, nachdem auch die US-Großbank J.P. Morgan am Montag ihre Schätzungen für ein Defizit von zuvor -3,0 Millionen Tonnen auf 6,4 Millionen Tonnen heraufgesetzt hatte. 

Preisunterstützend für Zucker war außerdem das Auslauf des Futurekontrakts am Montag, der die Lieferung von nur 170.000 Tonnen Oktober-Zucker. Das war die kleinste Lieferung für Oktober-Zucker seit 8 Jahren und ein Anzeichen für ein knapperes Angebot.

Trockene Bedingungen in Thailand, dem viertgrößten Zuckerproduzenten der Welt, unterstützen ebenfalls die Zuckerpreise, nachdem Maxar am Dienstag mitteilte, dass zwei Drittel der thailändischen Zuckeranbaugebiete im vergangenen Monat nur 40 Prozent des durchschnittlichen Regens erhalten haben, was das Rohrwachstum gebremst hat. 

Ein weiterer preisunterstützender Faktor ist, dass die Zuckerproduktion 2019/2020 im wichtigsten brasilianischen Anbaugebiet Center-South während September um 4,9 Prozent auf 20,01 Millionen Tonnen gesunken sei. Das hatte Unica am Dienstag berichtet. Unica erwartet, dass die Steigerung der Ethanolproduktion in Brasilien 2019/20 die Zuckerproduktion im Center-South um -5,7% im Jahresvergleich auf 25 Millionen Tonnen senken dürfte – ein 14 Jahrestief.

Preisbelastend ist dagegen die Meldung von der Internationalen Zuckerorganisation (ISO) vom 9. September, wonach ein globales Zuckerdefizit für 2019/20 nicht ausreichen werde, um riesige globale Lagerbestände abzubauen, da ein “Krieg gegen Zucker” den Zuckerkonsum beeinträchtigt.

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