BoE bereitet Zinserhöhung vor

News Marktkommentar

Marktkommentar: 15/09/2017

In Großbritannien beließ die britische Notenbank (BoE) den Leitzins am Donnerstag unverändert auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Jedoch signalisierten die Währungshüter, dass bei weiter steigenden Preisen eine Straffung der Geldpolitik in den kommenden Monaten wahrscheinlich sei.

In Reaktion darauf sprang der Cable auf den höchsten Stand seit September 2016. Im Vergleich zum US-Dollar kletterte das britische Pfund zeitweise über die psychologisch wichtige Marke von 1,3400.

Zwei Mitglieder stimmten für eine sofortige Erhöhung des Zinssatzes, wie dem Sitzungsprotokoll zu entnehmen war. Am längeren Hebel saßen jedoch die übrigen sieben Mitglieder mit ihrem Votum für eine unveränderte Geldpolitik.

Einige Volkswirte hatten erwartet, dass auch Chefvolkswirt Andrew Haldane dem Lager der Falken beitritt, da die Inflation per August auf 2,9 Prozent gestiegen war, was dem höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren entsprach, aber das tat er nicht.

Dem Protokoll war außerdem zu entnehmen, dass einige Entscheidungsträger eine Rückführung des im August letzten Jahres eingeführten Stimulus begrüßen würden.

Die britische Notenbank erwartet weiterhin, dass die Inflation den Zielwert von 2 Prozent in den kommenden Jahren überschießen dürfte. Zwar gab es beim Lohnwachstum einige Anzeichen einer Erholung. Das Wachstum sei aber unverändert moderat, hieß es.

Wir gehen davon aus, dass der aggressive geldpolitische Stimulus im kommenden Monat sehr wahrscheinlich zurückgefahren wird, um die Inflation einzudämmen. Wir erwarten daher eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der Sitzung im Oktober. Das Anleihekaufprogramm dürfte vorerst unverändert fortgesetzt werden.

 

 

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