Engere Renditedifferenzen setzen den US-Dollar unter Druck

News Marktkommentar

Marktkommentar: 3. Januar 2020

Dem US-Dollar droht Ungemach. In der Vorwoche unterschritt der DXY die seit September 2018 etablierte Trendlinie (akt. bei 96,70) und erzeugte damit ein mittelfristiges Verkaufssignal. Grund dafür sind u.a. die Renditedifferenzen zwischen der Zehnjahresrendite aus den USA und den Pendants aus Deutschland und Großbritannien.

Beide Spreads erreichten Ende 2018 ihre vorläufigen Hochs und sind im Jahresverlauf gefallen. Auslöser dafür war der wesentlich stärkere Rückgang der Treasury-Renditen als der der Anleiherenditen aus Deutschland und Großbritannien. 

Der Grund für den starken Kurseinbruch der Zehnjahresrendite aus den USA waren die Zinssenkungen der Federal Reserve im zurückliegenden Jahr. Insgesamt drei Mal senkte sie ihren Leitzins. Andere Zentralbanken haben dagegen entweder stillgehalten oder nur eine moderate Lockerung ihrer Geldpolitik vorgenommen. In Schweden und Norwegen wurden die Zinsen sogar erhöht. Das schürt die Hoffnung der Anleger, dass andere Zentralbanken diesem Beispiel folgen werden, was den US-Dollar zusätzlich belastet. Die Tatsache, dass ausländische Renditen weniger stark fallen als in den USA, wirkt in der Regel unterstützend für deren lokale Währungen.

Ein weiterer Grund für einen möglicherweise schwächeren US-Dollar ist die Tatsache, dass ausländische Aktien zuletzt nach oben ausgebrochen sind. Der STOXX 600 erreichte kürzlich ein neues Rekordhoch. Zugleich steigen die Währungen der Emerging Markets. Die beiden Punkte zusammengenommen lassen darauf schließen, dass die Investoren auf einen globalen Wachstumsschub setzen, so dass amerikanische Investoren ihre Portfolios in ausländische Märkte diversifizieren dürften, was bedeutet, sie verkaufen US-Dollars und kaufen andere lokale Währungen. Das belastet den Greenback zusätzlich. 

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