EUR: Draghi lässt die Bullen tanzen

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Marktkommentar: 21/07/2017

Die Gemeinschaftswährung läuft auf Hochtouren. Selbst die Europäische Zentralbank (EZB) konnte die kräftige Rallye der vergangenen Tage nicht stoppen. Draghi hatte auf der gestrigen Pressekonferenz deutlich gemacht, dass seine Sorgen für eine niedrige Inflation begrenzt sind.

Zwar bleiben die allgemeinen Inflationsraten generell eher moderat, aber die Kerninflation werde dem Notenbankchef zufolge mittelfristig deutlich anziehen, auch weil die geldpolitischen Maßnahmen langsam ihre volle Wirkung entfalten. Dies wiederum unterstütze die ausländische Nachfrage und bessere Finanzierungsbedingungen sollten zu steigenden Investments führen.

Die hauseigenen Umfragen der Notenbank lassen eine solide, breit angelegte Erholung in der Eurozone erkennen, so dass die Investoren über die Warnung der Währungshüter hinwegsehen, dass diese den Umfang und die Laufzeit des Anleihekaufprogramms gegebenenfalls anpassen können.

Die EZB ist von der Performance der Wirtschaft überzeugt und nicht sonderlich besorgt über den aufwertenden Euro. Deshalb plant sie bereits im Herbst eine Entscheidung über ihre Anleihekäufe zu treffen.

Auch wenn es im Rat der Europäischen Zentralbank laut Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi weiterhin keine Diskussion über eine schrittweise Verringerung der Anleihekäufe gegeben hat, gelten Ankündigungen zum Kaufprogramm zwischen September und November als wahrscheinlich. Dies ist auch der Grund, warum die Gemeinschaftswährung während der Pressekonferenz so nach oben geschossen ist.

Der EUR/USD kletterte nach der Sitzung auf den höchsten Stand seit knapp 2 Jahren. Weitere Gewinne in Richtung der nostalgischen Marke von 1,20 dürften mittelfristig nun unausweichlich sein, außer die Währungshüter beginnen mit Verbalinterventionen.

 

 

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