Euro lässt Federn – EZB plant QE-Drosselung

News Marktkommentar

Marktkommentar: 16/10/2017

Der Euro legte am Freitag auf breiter Front den Rückwärtsgang ein. Grund dafür war ein Bericht von der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm ab Januar 2018 auf 30 Milliarden Euro pro Monat drosseln will. Zugleich wollen sie das Programm aber um weitere neun Monate verlängern, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Investoren wollen kein Risiko

Die EZB hat die daraus entstandene Unruhe am Markt noch nicht dementiert. Investoren wollten kein Risiko eingehen. Wenn was wahres an der Geschichte dran sein sollte, würde dies bedeuten, dass die Zinsen für eine längere Zeit niedrig bleiben, was in der Theorie negativ für den Euro zu interpretieren ist.

Enttäuschende Daten zur Inflation in den USA hatten dem Euro aber am Freitagnachmittag kurzfristig Auftrieb gegeben. Nach Mitteilung vom Arbeitsministerium ist die Jahresteuerung um 0,3 Prozent auf 2,2 Prozent gestiegen. Ohne die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise stieg das Preisniveau im Monatsvergleich um 0, 1 Prozent und um 1,7 Prozent zum Vorjahreswert. Der Greenback wurde wegen des geringen Preiszuwachses verkauft. Zum Euro fiel der US-Dollar zeitweise auf 1,1874. Investoren hatten deutlich höhere Preise erwartet wegen der stark steigenden Erzeugerpreise in Reaktion auf die Wirbelstürme Irma und Harvey.

Allerdings hielt sich die Gemeinschaftswährung nicht sehr lange auf dem leicht erhöhten Kursniveau. Denn das Verbrauchervertrauen nach Lesart Uni-Michigan verbesserte sich aufgrund der anhaltend starken Situation auf dem amerikanischen Aktienmarkt auf 101,1 von 95,1 und markierte damit den höchsten Stand seit 2004.

Zudem sagte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, es sei weiterhin ein sehr substanzieller Grad an akkommodierender Geldpolitik nötig.

EUR/USD im Tageschart – aus dem Metatrader

 

 

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