EUR/TRY: Erdogan lässt türkische Lira abstürzen

News Marktkommentar

Die türkische Lira wertet immer weiter ab. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Im Vergleich zum Euro sank sie heute auf ein neues Rekordtief. In der Spitze notierte der EUR-TRY auf 4,6754. Auch im Verhältnis zum US-Dollar hat die türkische Währung nun ein neues Allzeittief ausgeprägt. Und die Hauptschuld trifft natürlich vor allem Präsident Erdogan.

Er will mit aller Macht die Zinsen auf dem tiefen Niveau belassen, denn er ist der (alleinigen) Meinung, dass diese noch viel zu hoch seien. Derzeit liegt der Leitzins übrigens bei 8,00 Prozent. Natürlich liegt der geldpolitische Schlüsselsatz erheblich über dem Durchschnittsniveau der Rest der Welt, aber entsprechend hoch ist in der Türkei auch die Inflation. Sie schlägt mit 11,9 Prozent zu Buche und liegt damit auf dem höchsten Stand seit 8 Jahren.

Die türkische Zentralbank scharrt schon mit den Hufen und will die Zinsen deutlich erhöhen, um die Inflation in den Zaum zu bekommen, aber Erdogan denkt überhaupt nicht daran, das Geld zu verteuern. Er hinterfragt lieber die Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank. „Wir sind entschlossen, uns die Zinslobby und die Zinsen vorzunehmen“, sagte er zuletzt in einem Interview mit der Zeitung „Habertürk“.

In der Regel sind alle Zentralbanken unabhängig, weil die Erfahrung offenbarte, dass Politiker zu viel Geld drucken, wenn sie das Währungsorgan des Landes kontrollieren.

Aufgrund der politischen Gemengelage und weiteren Nebenschauplätzen ist ein Ende der Abwertung der türkischen Lira nicht in Sicht und im uncharted terrirory, also dort, wo sich der EUR-TRY gerade befindet, gibt es derzeit keinen Grund dafür, warum der Rallye plötzlich die Puste ausgehen sollte.

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