Lagarde als EZB-Chefin nominiert: Was bedeutet das für den Dax?

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Marktkommentar: 8. Juli 2019

Das Schachern um Posten in der EU ist zwar noch in vollem Gange. Am Markt besteht aber kein Zweifel daran, dass zukünftig zwei Frauen die Speerspitze der Europäischen Union bilden werden. 

Konkret geht es dabei um Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin und Christine Lagarde als oberste Währungshüterin der Europäischen Zentralbank. 

Lagarde ist seit 2011 Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und kennt sich entsprechend gut in der Finanzwelt aus. Gleichzeitig gilt sie als Befürworterin der lockeren Geldpolitik. Jedoch ist es fraglich, ob sie auch Notenbank kann. Schließlich ist sie studierte Wirtschaftsjuristin und keine Ökonomin. Trotzdem bildete sie damals vor gut 10 Jahren gemeinsam mit Draghi die vorderste Front in der Bewältigung der Eurokrise.

Außerdem heißt es doch: alle möglichen Fähigkeiten sind erlernbar, wenn man nur will. Das gilt auch für die Geldpolitik, zumal Lagarde mit Philip Lane einen Volkswirt an ihrer Seite hat, der die draghischen Lehren von „Whatever it takes“ verinnerlicht hat.

Darüber hinaus gilt Christine Lagarde als Befürworterin der ultra-laxen Geldpolitik. Schon als IWF-Chefin sprach sie sich regelmäßig für lockere Finanzierungsbedingungen aus. Das kommt an den Aktienmärkten gut an. Schließlich hängen sie wie Junkies am Tropf des billigen Geldes. 

Insofern dürfte sich auf lange Sicht nichts am Kurs der EZB ändern. Vor allem da Draghi auf seiner Rede in Sintra wiederholt versichert hatte, die Notenbank sei bereit, alle Instrumente zu nutzen, falls dies notwendig sei. 

Eine Zinssenkung im September wird am Markt bereits diskontiert. Danach übernimmt Lagarde das Zepter. Sie könnte das Anleihekaufprogramm der EZB wieder aufnehmen und damit den Dax auf neue Rekordhochs befördern.

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