US-Notenbank Fed: Straffungszyklus vor dem Ende?

News Marktkommentar

Marktkommentar: 28. September 2018

Die Fed erhöhte gestern den Leitzins wie von vielen Analysten im Vorfeld erwartet um 25 Basispunkte auf einen Korridor von 2,00 bis 2,25 Prozent. Interessant war jedoch, dass die Währungshüter den Passus strichen, wonach der Leitzins “akkommodierend” sei, also die konjunkturelle Entwicklung unterstützt. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass wir uns dem neutralen Bereich nähern oder bereits erreicht haben. 

Der Passus ist deshalb so relevant, weil die Zinsen am kurzen Ende der Laufzeit zuvor das Tempo der wirtschaftlichen Expansion begünstigten (sie also unterstützten = akkommodierend). Zuletzt hatten sich mehr und mehr Währungshüter dahingehend geäußert, dass der Leitzins schon bald neutrales Terrain erreichen werde. Das heißt, die Geldpolitik würde nicht mehr als Helfer oder Brandlöscher das Tempo der wirtschaftlichen Expansion  unterstützen, sondern eine Überhitzung verhindern.

Durch das Entfernen des Passus erkennt der geldpolitische Ausschuss an, dass sich der Leitzins in Richtung neutralem Terrain bewegt hat. Das heißt nicht, dass die Zinsen von hier aus nicht weiter steigen werden. Die neutrale Fed-Funds-Rate ist nicht genau definiert. 

Tatsächlich zeigt der so genannte “Dot Plot”, dass die Mehrheit der FOMC-Mitglieder eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Ende des Jahres für angemessen hält. Darüber hinaus sieht die Medianprognose der FOMC-Mitglieder mit 75 Basispunkten weitere Zinserhöhungen im Jahr 2019 und 25 Basispunkten für eine weitere Straffung im Jahr 2020 vor. 

Es ist wahrscheinlich, dass das FOMC die Zinsen weiter graduell anheben wird. Das Ende dieses Straffungszyklus ist noch nicht erreicht. Aber indem das FOMC seinen Bezug zur akkommodierenden Geldpolitik gestern strich, könnten wir die Spitze des aktuellen Straffungszykluses bereits gesehen haben.

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