Wie geht es mit dem Euro und der Eurozonen-Wirtschaft im Jahr 2020 weiter?

News Marktkommentar

Marktkommentar: 23. Dezember 2019

Die Eurozone dürfte auch in der ersten Hälfte des Jahres 2020 noch Schwierigkeiten haben, da Deutschland und Italien weiterhin mit einer Rezession flirten und die Inflation deutlich unter dem Ziel bleibt, was die EZB zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik drängt. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die Lage etwas aufhellen, aber die Erholung dürfte schwächer ausfallen als von vielen erwartet.

Die zuverlässigsten Konjunkturumfragen haben in den letzten Monaten ihren Rückgang gestoppt, deuten aber immer noch darauf hin, dass das Wachstum mehr oder weniger zum Stillstand gekommen ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die wichtigsten Nachfragefaktoren im nächsten Jahr schwach bleiben. Das Konsumwachstum der privaten Haushalte verlangsamt sich, weil die Beschäftigung nachlässt und auch die Löhne und Gehälter nicht mehr so stark steigen. Auch die Unternehmensinvestitionen dürften sich deutlich verlangsamen. Und die Fiskalpolitik wird nur leicht expansiv sein.

Darüber hinaus dürfte das globale Umfeld herausfordernd bleiben. Zugegebenermaßen sind einige Risiken verblasst. Die Gefahr eines “No-Deal” Brexit hat sich zumindest bis Ende nächsten Jahres verringert. Und obwohl das Risiko einer weiteren Eskalation der USA und China abgenommen hat, darf bezweifelt werden, dass ein “Phase 1”-Abkommen zwischen den beiden Ländern das Ende des Handelskrieges bedeutet.

Die EZB dürfte letztendlich weitere geldpolitische Impulse geben. Die Überprüfung der Strategie der Zentralbank wird wahrscheinlich mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen, und in der Zwischenzeit müssen alle geldpolitischen Entscheidungen auf eine Inflationsrate von “unter, aber nahe 2 %” abzielen.

Eine weitere Lockerung der Geldpolitik sowie schwache Wachstumsaussichten berauben dem Euro eines jeden Aufwertungspotenzial, so dass der Euro in den nächsten zwölf Monaten in einer Bandbreite zwischen 1,05 bis 1,15 Dollar bleiben dürfte. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Fed die Füße stillhält und ihre Zinsen nicht noch einmal absenkt.

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